Grönland vereiste relativ schnell
Pflanzenpartikel drei Kilometer unter Grönlands Eis gefunden
Kopenhagen (dpa) - Wissenschaftler haben bei einer Bohrung drei Kilometer unter dem Inlandeis auf Grönland Pflanzenpartikel entdeckt, die wahrscheinlich mehrere Millionen Jahre alt sind und auf eine schnelle Vereisung der Polarinsel schließen lassen.
Wie der Gletscherexperte Jørgen Peder Steffensen vom Kopenhagener Niels-Bohr- Institut mitteilte, wurden bei der Bohrung im nördlichen Teil Grönlands aus 3091 Meter Tiefe mehrere Zentimeter Fragmente einer organischen Substanz zu Tage gebracht, die Fichtennadeln oder Holzrinde ähnele.
Steffensen sagte weiter: «Wir sind begeistert und können es kaum erwarten, diesen Fund darauf zu untersuchen, was er uns über Grönland vor der Bildung des Eises berichten kann.» Es müsse nun als wahrscheinlich angesehen werden, dass die einst von Wäldern bedeckte Polarinsel relativ schnell vereist sei. «Bei einer langsamen Vereisung wären diese Pflanzenteile nach und nach verschwunden», sagte der dänische Geologe.
Mit dem internationalen Bohrprojekt NGRIP im grönländischen Eis soll die Klimageschichte der größten Insel der Welt neu erforscht werden. Im letzten Sommer waren die Forscher aus neun Ländern, darunter auch Deutschland, in über 3000 Meter Tiefe auf Wasser gestoßen, das über mehrere Millionen Jahre hermetisch von jedem Kontakt mit der Umwelt abgeschlossen war.
Quelle: DPA
Bewaldetes (Greenland) Grönland
Vor 450.000 Jahren war Grönland grün und teils bewaldet. Bewiesen durch DNA-Spuren Nadelbäumen und Insekten, die dänische Wissenschaftler bei Bohrungen unter einer zwei Kilometer dicken Eisschicht gefunden haben. Stimmt ihre Datierung, deuten die Funde darauf hin, dass Grönlands Eisdecke einer Erderwärmung weitaus besser gewachsen sein könnte als bislang angenommen.
Der Süden Grönlands ähnelte der Landschaft des heutigen Schwedens. Die meisten Wissenschaftler haben auf Grund der Untersuchungen des Eisbohrkerns NGRIP (siehe vorigen Artikel vom 9.8.2004) ihre Meinung geändert und gehen jetzt davon aus, dass die letzte eisfreie Periode nur etwa 125.000 Jahre zurückliegt. Denn während dieser Warmzeit, auch Eem genannt, war es durchschnittlich fünf Grad wärmer als heute.
Quelle: Science 6 July 2007:
Vol. 317. no. 5834, pp. 36 - 37,
DOI: 10.1126/science.317.5834.36
Jedoch hat die Untersuchung des NGRIIP-Eisbohrkerns auch ergeben, dass Grönland schnell vereiste. Näheres hierzu siehe: HIER
16.3.2008
Als Grönlands Gletscher schmolzen
Vor etwa 124 000 bis 1119 000 Jahren (nach geologischer Zeitrechnung) gab es eine Warmphase. Zu dieser Zeit eines sich ohne Menschen vollziehenden Klimawandels war es in Grönland etwa drei bis fünf Grad Celsius wärmer als heute. Durch das Abschmelzen des Grönland- und Antarktis-Eises stieg der Meeresspiegel 6 Meter über dem heutigen. Es sind keine zufriedenstellenden Daten vorhanden, die den Anstieg des Meeresspiegels erfassen und erklären könnten.
Quelle: Nature Geoscience 10.1038/ngeo.2007.28 (2007), Artikel
Siehe auch Artikel: Grünland (Greenland) Spitzbergen
Artikelsammlung zur "Klimakatastrophe"
Kommentar des Autors
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Die schnelle Vereisung Grönlands wurde in "Irrtümer der Erdgeschichte" (s. 212ff.) diskutiert. Es wurde in diesem Buch vorausgesagt, dass man unter dem ewigen Eis Artefakte oder andere hinweise menschlicher Besiedlung finden wird. Dies wurde inzwischen bestätigt, da man eine Wikingerfarm unter dem Gletschersand auf Grönland fand- zur Überraschung der Experten (siehe "Kolumbus kam als Letzter" Seite 326).
Die Vereisung Grönlands, aber auch der Antarktis, vollzog sich schnell. Die Antarktis wurde z.B. auf mehreren alten authentischen Landkarten eisfrei dargestellt. Allein dieser Sachverhalt beweist, dass das offizielle Weltbild definitiv falsch ist. In "Kolumbus kam als Letzter" wird eine neue Theorie für die schnelle Vereisung Grönlands auf der Basis der Sintflut-Theorie neu vorgestellt.
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