Diese Seite ist Teil eines Framesets der Seite www.ZILLMER.com

  DETAILANSICHT ZURÜCK ZU ARTIKELGRUPPE EISZEIT


 
06.09.2004
 

 

Temperaturschock in Arktis verursachte Massensterben

Bremen (dpa) - Vor mehr als 55 Millionen Jahren hat ein Hitzeschock in der Nordpolarregion nach neusten Erkenntnissen ein Massensterben von Meeresbewohnern ausgelöst. Nur wenige robuste Lebewesen überstanden den raschen Klimawechsel in der Arktis.

Danach schwammen subtropische Meeresalgen im rund 20 Grad Celsius warmen Nordmeer. Diese ersten Ergebnisse der internationalen Nordpolexpedition ACEX (Arctic Coring Expedition/Arktische Bohrexpedition) präsentierte das «Forschungszentrum Ozeanränder an der Universität Bremen» am Montag.

Bis in eine Tiefe von 410 Metern unter dem Meeresgrund hatten Forscher aus acht Ländern Ablagerungen untersucht. Dabei bohrte das Team in das rund 80 Millionen Jahre alte Gestein des so genannten Lomonossow-Rückens. In diesem unterseeischen Gebirgsrücken fanden die Wissenschaftler Überreste winziger Meeresalgen - unter ihnen subtropische Arten - und weitere Lebewesen.

«Vor 55 Millionen Jahren, an der erdgeschichtlichen Grenze von Paläozän und Eozän, herrschten auf der Erde extreme Treibhausbedingungen - auch in der Arktis, wie wir jetzt wissen», sagte Expeditionsleiter Jan Backmann von der Universität Stockholm. «Auf der Basis unserer vorläufigen Befunde müssen wir die frühe Geschichte des Arktischen Beckens ganz neu bewerten. Offensichtlich war das Klima damals wechselhafter als wir bislang angenommen haben.»

Michael Kaminski vom University College in London ergänzte: «Die mehr als 55 Millionen Jahre alten Ablagerungen aus der Epoche des Paläozäns deuten auf ein reiches Ökosystem am Meeresboden hin. Kurz darauf, im Eozän, sind viele Arten verschwunden.» Zur vollständigen Entschlüsselung des arktischen Klimapuzzles sind weitere Untersuchungen der Bohrkerne nötig.

Die knapp 10 Millionen Euro teure arktische Expedition mit drei Eisbrechern ist Teil des Ozeanbohr-Programms IODP an dem die USA, Japan und 14 europäische Staaten beteiligt sind.

Quelle: DPA


Kommentar des Autors

Zuerst einmal waren gab es an der Grenze zwischen Paläozän und Eozän noch ein  Treibhausklima wie in der Kreidezeit. Nach Woldstedt (1994: siehe "Irrtümer der Erdgeschichte", S. 189) gab es noch Ende des Oligozän Durchschnittstemperaturen von 20 Grad und zu dieser Zeit gab bis vor ungefähr 30 Millionen Jahren gab es kein Dauereis auf der Erde, weder am Südpol noch am Nordpol. Wieso in der Untersuchung von einem Temperaturschock gesprochen wird, erscheint unverständlich. Denn im Nordpolarmeer war es warm. Die Nordspitze Grönlands war z. B. nie vereist, bis zum heutigen Tage nicht. Nach dem Erdzeit-Crash am Ende der Kreidezeit (= Sintflut in Zillmers Katastrophen-Theorie) gab es im Nordpolarmeer auf Grund der herrschenden Thermik nach dem "Schneezeit-Modell" tropisches Klima in der Arktis mit Wassertemperaturen über 20 Grad. Deshalb findet man ja auch Warmwasserkorallen vor Grönland, die mehr als 20 Grad warmes Wasser brauchen (ausführlich mit Karten beschrieben in "Kolumbus kam als Letzter" ab Seite 289). Deshalb gab es auch Mammutbäume,. die heutzutage in Kalifornien wachsen, in Alaska.

Die o.a. Untersuchung bestätigt das Sintflut-Modell des Autors. Aber auf einen Temperaturschock und damit Massensterben zu schließen, ist nicht haltbar, da es vorher auch schon so warm war: Als die Dinosaurier lebten gab es auch kein Eis an den Polen und ein Treibhausklima in der Kreidezeit.

Siehe auch Artikel:

Nordwestpassage eisfrei