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Adam und Eva sind sich nie begegnet

New York (dpa). Die sprichwörtlichen Urahnen des Menschen, Adam und Eva, sind sich nach jüngster Erkenntnis nie begegnet. Ein internationales Forscherteam berichtet in der November-Ausgabe der Fachzeitschrift "Nature Genetics", dass der genetische Urvater vom Schlag des Homo sapiens sapiens etwa 84.000 Jahre später lebte als die genetische "Eva".

Genforscher gehen seit längerem davon aus, dass die weibliche Vererbungslinie auf eine Frau ("Eva") zurückzuführen ist, die vor 143 000 Jahren in Afrika lebte und ihr genetisches Profil über unzählige Generationen weltweit ausbreitete. Die weibliche Vererbungslinie wird anhand der Zellkraftwerke verfolgt, die nur von der Mutter weitergegeben werden und eigenes Erbgut besitzen.

Dagegen beruht die weltweit vorherrschende Variation des männlichen Y-Chromosoms auf dem Erbgut eines Mannes ("Adam"), der vor rund 59 000 Jahren in Afrika zur Welt kam. Das ist das Ergebnis einer Gen-Analyse von mehr als 1 000 Männern in 22 geografischen Regionen, die das Team um Peter Underhill von der Stanford Universität in Palo Alto (Kalifornien) am Dienstag in der Zeitschrift veröffentlicht.

 


Kommentar des Autors

Es stellt sich eigentlich sowieso die Frage: Wer war früher da, die Henne oder das Ei? Andererseits erfolgen die Zeitberechnungen aufgrund gentechnischer Untersuchungen unter Voraussetzung langer andauernder Entwicklungen nach der (Neo)darwinistischen Theorie. Auch falls kürzere Zeiträume maßgebend sein sollten, ist interessant, dass unsere Menschheit auch dann theoretisch gar keine Stammesväter haben kann oder entwickelten sich beide Partner eines "Pärchens" exakt zur gleichen Zeit? Wer war also zuerst da und pflanzte sich - mit wem eigentlich - fort?  Auf diesen Umstand wird ausdrücklich in "Darwins Irrtum" hingewiesen.