Evolutionslehre in Schulen von Kansas nicht mehr vorgeschrieben
Washington, 11. August (AFP) - Der Bildungsausschuss des US-Staates Kansas hat die Verbannung der Evolutionslehre aus dem Prüfungslehrstoff der Schulen beschlossen. Jeglicher Hinweis auf die Abstammungslehre Darwins solle künftig vom Examenslehrplan verschwinden, sagte eine Sprecherin des Bildungsministeriums am Mittwoch. Die Entscheidung bedeutet einen Sieg für die fundamentalistische christliche Gemeinschaft in dem Staat im Mittleren Westen der USA. Die Fundamentalisten glauben an eine buchstabengetreue Interpretation der Bibel, wonach Gott den Menschen und alle Lebewesen erschuf. Von der Entscheidung betroffen sind sämtliche Schuljahrgänge. Damit werden die Schüler künftig im obligatorischen Prüfungsstoff praktisch nichts mehr über den Ursprung des Universums und die Evolutionstheorie lernen. Den Landkreisen von Kansas ist es freigestellt, ob sie der Entscheidung des Ausschusses folgen. Der Gouverneur des Staates, Bill Graves, hatte im Vorfeld vor einer Änderung der Lehrpläne gewarnt und damit gedroht, den Ausschuss abzuschaffen.
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Topeka (dpa) - Schüler im US-Staat Kansas müssen künftig nicht mehr über die Evolutionstheorie unterrichtet werden. Das hat die Schulbehörde am Mittwoch nach erbitterten Streitigkeiten beschlossen und damit religiösen Fundamentalisten einen Sieg beschert. Dem Beschluss zufolge wird es Schulen künftig freigestellt, ob sie die auf Charles Darwin zurückgehende Theorie auf den Lehrplan setzen oder nicht. Kenntnis über dieses Thema wird aber künftig nicht mehr verlangt und soll entsprechend von Prüfungen ausgenommen werden.
Religiöse Gruppen hatten argumentiert, dass die Evolution nicht "beweisbar" sei und im Widerspruch zur Schöpfungsgeschichte stehe, wie sie in der Bibel geschildert werde. Kritiker sagten, die Schüler in Kansas gingen nun auf dem wissenschaftlichen Gebiet "verkrüppelt" ins Erwachsenenleben. So bestehe die Gefahr, dass sie nach dem Schulabschluss bei College-Aufnahmeprüfungen durchfielen.
Im Epilog konnte kurz vor Druck des Buches DARWINS IRRTUM noch folgende Meldung aufgenommen werden:
Im Magazin »Spiegel« (Ausgabe 17/1998, Seite 171) erschien unter der Überschrift »Unerwünschter Darwin« die Meldung, daß führende Wissenschaftsorganisationen der USA, die »National Academy of Sciences«, »einen Leitfaden für den Biologieunterricht in Schulen herausgegeben« haben. »Die Lehre von der Evolution, das in den Worten der Academy wichtigste Konzept in der modernen Biologie, sollte, wenn es nach den Vorstellungen konservativer Gesetzgeber in verschiedenen amerikanischen Bundesstaaten geht, ganz aus den Lehrplänen der Schulen verschwinden...In Biologiebüchern des Staates Alabama wird mittlerweile den Studenten schon nahegebracht, die Lehre von der Evolution sei nur eine umstrittene Theorie. Überdies haben die Aufsichtgremien etlicher Schulen, wie die Washington Post berichtet, die Lehrer angewiesen, dem biblischen Sechs-Tage-Schöpfungsmythos im Biologieunterricht gleichen Raum zu geben wie der Evolutionslehre.« Anscheinend wird meine These »Schöpfung statt Evolution« teilweise in Amerika schon in der Schule vermittelt.